Spielstättenpreis an Groß Siemen vergeben (07.12.2012)

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Spielstättenpreis 2012 an Orangerie im Rosenpark Groß Siemen

Nordkurier-Spielstättenpreis der Festspiele MV an Edda Schütte vergeben

 

Festspiele-MV-Intendant Dr. Matthias von Hülsen und Nordkurier-Geschäftsführer Lutz Schumacher haben heute Edda Schütte mit dem Nordkurier-Spielstättenpreis der Festspiele MV geehrt. In der Orangerie des Rosenparks Groß Siemen übergab der Spielstättenpreisträger 2011, Peter Tucholski vom Hotel Tucholski in Loitz, den Preis an die Hausherrin in Groß Siemen.

 

Edda Schütte freute sich: „Der Preis war für uns eine große Überraschung und Riesenfreude! Das Schönste ist, dass andere Menschen das von uns mit soviel Herzblut hergerichtete Plätzchen auch so schön finden wie wir! Und das Zauberhafte ist, an so einem Plätzchen Musik erklingen zu lassen. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern passen perfekt in dieses Umfeld – zur Orangerie und zu unserem Rosenpark. Ich freue mich sehr, dass es hier nun mit Festspielkonzerten weitergeht.“

 

Wirtschafts-, Bau- und Tourismusminister Harry Glawe betonte die Bedeutung des Preises: „Der Spielstättenpreis verbindet in hervorragender Weise Kultur, Kunst und auch Tourismus. Er zeigt, dass sich diese drei Bereiche in hervorragender Weise ergänzen. Der Preis ist ein Beleg für das erfolgreiche Engagement vieler Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die dazu beitragen, dass unser Land auch wirtschaftlich vorankommt.“

 

Dr. Matthias von Hülsen sagte: „Bei der Auswahl für unsere Spielstättenreihe ‚Komponierte Landschaften‘ sind wir auf den zauberhaften Rosenpark von Groß Siemen gestoßen. Tausende von Rosen, der Blick in die weite Landschaft und die Herzlichkeit von Familie Schütte boten eine unvergleichliche Atmosphäre für das Konzert in der Orangerie, das Künstler, Publikum und Festspielteam gleichermaßen in den Bann gezogen hat. Wir freuen uns sehr auf weitere Konzerte in Groß Siemen!“

 

Lutz Schumacher würdigte das Engagement in Groß Siemen: „Edda Schütte hat die Jury als sehr engagierte Veranstalterin beeindruckt, die mit viel Liebe zum Detail einen perfekten Konzerttag gestaltet hat. Die Orangerie als spektakulärer Ort und eine atemberaubende Atmosphäre, gepaart mit Vielfältigkeit der Spielstätte – eine Mischung, die für die Folgejahre weitere unvergessliche Festspiel-Konzerte verspricht. Der mit 5.000 Euro dotierte Spielstättenpreis soll zur Weiterentwicklung der Orangerie und des angrenzenden Rosengartens zur Oase für Musik beitragen und eine Auszeichnung des großen Engagements darstellen.“

 

Die Jury des Nordkurier-Spielstättenpreises setzt sich aus dem Wirtschafts-, Bau- und Tourismusminister Harry Glawe, dem Nordkurier-Geschäftsführer Lutz Schumacher, dem Intendanten Dr. Matthias von Hülsen und dem Kaufmännischen Direktor Toni Berndt von den Festspielen MV sowie der Architektin Johanne Nalbach zusammen. Aus insgesamt 11 neuen Spielstätten der Festspiele MV 2012 hatte die Jury insgesamt fünf Spielstätten nominiert (Fachwerkkirche Ahlbeck bei Eggesin, Orangerie im Rosenpark Groß Siemen, St.-Marien-Kirche Penzlin, Gewächshaus im Schaugarten am Tiefwarensee Waren, Pferdestall des Gutshauses Wesselstorf) und sich für Groß Siemen entschieden. Hier hatte im Rahmen der Festspiele MV ein Kammerensemble des Konzerthausorchesters Berlin Werke der Mecklenburgischen Komponistin Emilie Mayer gespielt. Vor dem komplett ausverkauften Konzert hatten zahlreiche Gäste die Konzerteinführung im Gutshaus und die Führung von Edda Schütte durch den Rosenpark im Rahmen der Spielstättenreihe „Komponierten Landschaften“ besucht.

 

Die erstmalige Erwähnung Groß Siemens ist datiert auf das Jahr 1355. Das Gutshaus wurde um 1890 errichtet. Der das Gutshaus umschließende Park mit seinem alten Baumbestand fand seine erstmalige urkundliche Erwähnung in einer alten Direktorialkarte aus dem Jahre 1768. Heute ergänzt das Rosarium den knapp 30 ha großen Park mit 3.500 historischen und englischen Rosen in mehreren hundert Sorten. Traumhafte Ausblicke in die umliegende unverbaute sanft hügelige Landschaft, der mäandernde Hellbach sowie einzelne alte Eichensolitäre vermitteln den Charakter eines englischen Landschaftsparks.

 

Der Nordkurier und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern verleihen den mit 5.000 Euro dotierten Preis seit 2010 an neue Spielstätten, in denen sie besonderes Entwicklungspotenzial sehen. Bisherige Spielstättenpreisträger waren das Kloster Rühn (2010) und das Hotel Tucholski in Loitz (2011).