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  NDR Chor 
   
 (c) Marcus Krüger
(c) Marcus Krüger
Seit seiner Gründung am 1. Mai 1946 engagiert sich der NDR Chor nicht nur für das klassische und romantische Repertoire, sondern ebenso intensiv für die vor der Gründung lange Zeit verbotene zeitgenössische Musik. So erregte die Einstudierung von Arnold Schönbergs unvollendeter Oper "Moses und Aron", deren Chorpartien als unaufführbar gegolten hatten, in den Nachkriegsjahren weltweit Aufmerksamkeit. Seither brachte der Chor zahlreiche bedeutende Werke zur Aufführung u.a. von Hans Werner Henze, Krzysztof Penderecki, György Ligeti und Karlheinz Stockhausen. 1996 führte der NDR Chor das eigens für ihn komponierte „Laudate“ von Leon Schidlowsky auf. In der NDR Veranstaltungsreihe "NDR das neue werk" ist der NDR Chor regelmäßig vertreten.

Hatte die Gründung des Ensembles ursprünglich den Sinn, dem ein Jahr zuvor ins Leben gerufenen NDR Sinfonieorchester einen Partner an die Seite zu stellen, sollte sich das Arbeitsgebiet des Chors bald erheblich ausweiten. Besonders unter der prägenden Leitung von Helmut Franz, dem Nachfolger von Max Thurn, wurde die A-cappella-Literatur zu einem Schwerpunkt des NDR Chores. Spätere Chordirektoren wie Roland Bader, Horst Neumann, Robin Gritton und Hans-Christoph Rademann setzten diese Tradition fort. Daneben gingen besondere Impulse von namhaften Gastdirigenten wie Eric Ericson, Marcus Creed, Michael Gläser und Rupert Huber aus. Seit Beginn der Saison 2005 / 2006 gilt Robin Gritton als der Ständige Gastdirigent des NDR Chores. Ab der Saison 2008 / 2009 wird Philipp Ahmann der Chefdirigent des NDR Chores sein.

Neben seiner Arbeit für das Radio- und Fernsehprogramm des NDR dokumentiert eine Vielzahl von CD-Produktionen mit Musik von Henry Purcell bis hin zu Aufnahmen mit Giora Feidman die stilistische Bandbreite des Ensembles. Mit der Gesamtaufnahme der A-cappella-Werke von Johannes Brahms errang der NDR Chor den französischen Preis "Orphée d`or". Unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann zeichnete der Chor seine letzten CD Einspielungen mit A-cappella Werken von Anton Bruckner und Max Reger auf, bei denen in der Fachpresse insbesondere der homogene Klang des Chores gelobt wurde. Für die Aufnahmen der A-cappella Werke von Max Reger erhielt das Ensemble im Februar 2005 den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“.

Mit seinem neuen Chordirektor Philipp Ahmann wird der NDR Chor in der Saison 2008/2009 auf vielfältige Weise zu hören sein: Die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Ensemble beginnt mit einem a-capella Konzert in der St. Katharinen Kirche zu Hamburg und setzt sich auf verschiedenen Festivals, wie bspw. dem Usedomer Musikfestival und der Ludwigsluster Klassik, fort. Auch innerhalb der hauseigenen Konzertreihen – NDR Das Alte Werk und NDR das neue werk – wird der NDR Chor mit Werken von Carter, Messiaen und Händel unter Ahmanns Leitung zu hören sein.
In der kommenden Spielzeit stehen neben ihm weitere Dirigenten dem NDR Chor vor: Der ständige Gastdirigent Robin Gritton dirigiert den NDR Chor bei den Niedersächsischen Musiktagen mit Werken von Parry, Jouber, Hallfter und Bach, Martin Haselböck dirigiert Haydns „Schöpfung“ und Nicholas McGegan übernimmt erneut die Leitung während der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen.
Sinfonische Werke werden in der kommenden Saison Mahlers zweite Sinfonie mit dem NDR Sinfonieorchester und Mendelssohns „Lobgesang“ mit der Radiophilharmonie Hannover sein.
Weitere Höhepunkte werden darüber hinaus die konzertante Aufführung von Bizets Oper „Carmen“ in Kooperation mit dem Münchner Rundfunkorchester sowie Uraufführungen von Tüür und Sörensen sein.
 
   
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