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| | | Maxim Vengerov | |
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| | -Tibor-Rauch_klein.jpg) | | (c) Tibor Rauch |
Er ist der Geiger, der aus der Kälte kam – aus Nowosibirsk, der Hauptstadt Westsibiriens, um genau zu sein. Hier wurde Maxim Vengerov 1974 geboren, und die sibirische Kälte ist etwas, an das er sich gut erinnert: "So kalt war es, dass ich mitunter mit Handschuhen und im Mantel üben musste".
Gerade einmal fünf Jahre war er alt, als er seinen ersten Geigenunterricht erhielt, und schon damals war es sein Wunsch, "jeden Punkt dieser wunderbaren Welt kennen zu lernen". Das ist ihm gelungen: Mit fünf Jahren der erste Geigenunterricht bei Galina Turtschaninova, später beim berühmten Zakhar Bron. 1987 das Deutschland-Debüt und 1990 der 1. Preis beim Carl-Flesch-Wettbewerb in London. Heute reist Maxim Vengerov durch alle Kontinente, gibt rund 130 Konzerte im Jahr und ist mit Ehrungen und Preisen nur so überschüttet worden. Längst hat man ihn eingereiht in die Tradition der großen russischen Geiger des 20.Jahrhunderts.
Ein besonderes Kapitel dieser unglaublichen Erfolgsgeschichte sind die zahlreichen Aufnahmen, die Maxim Vengerov für Teldec Classics über viele Jahre hinweg eingespielt hat. Ob die berühmten Violinkonzerte von Bruch, Mendelssohn Bartholdy und Tschaikowski, ob Bravourstücke wie Bazzinis „La ronde des lutins“ oder "Schmankerln" wie Camille Saint-Saens „Introduction et Rondo Capriccioso“ – Maxim Vengerovs Diskografie ist überaus vielseitig und umfasst alle großen Werke der Geigen-Literatur. Besonders deutlich hat sich der Erfolg seiner Einspielungen ablesen lassen an den ersten Violinkonzerten von Schostakowitsch und Prokofjew, die er 1994 zusammen mit Mstislav Rostropovich und dem London Symphony Orchestra aufgenommen hat. Diese Aufnahme wurde von der englischen Zeitschrift Grammophone zur CD des Jahres 1995 gekürt und von der Kritik aller Nationen als eine herausragende Leistung gepriesen.
Neben Rostropovich hat vor allem eine Persönlichkeit Maxim Vengerovs Werdegang entscheidend geprägt: Daniel Barenboim. "Ich bin sehr stolz darauf, dass ich Aufnahmen mit Daniel Barenboim machen kann. Ich bewundere ihn sehr für seine Art, ein Stück jedes Mal so anzugehen, als wäre es das erste Mal. Jedes Konzert wird zu einer Entdeckungsreise". Diese "Reise" führte zunächst in skandinavische Breitengrade: Gemeinsam mit dem Chicago Symphony Orchestra nahmen die beiden Musiker 1996 die Violinkonzerte von Sibelius und Nielsen auf. Anschließend folgten Brahms´ Violinkonzert und die dritte Violinsonate.
"Die Violine ist ein einzigartiges Instrument", meint Maxim Vengerov, "man kann damit Bilder und Charaktere malen, man kann mit ihr praktisch alles sagen. Man kann mit ihr Liebe ebenso wie Hass beschreiben, man kann Engel und Teufel sein, je nachdem. Dieses Instrument war für viele berühmte Komponisten immer etwas Besonderes. Mit der geige konnten sie ihre Seele auf das Notenpapier übertragen." Musizieren, das ist für Maxim Vengerov gleichbedeutend damit, eine Botschaft an die Menschen weiterzugeben, einen Dialog der Seelen in Gang zu setzen. Ein Botschafter für Musik, das ist Maxim Vengerov übrigens im doppelten Sinne. 1997 wurde er offizieller UNICEF-Botschafter für Musik.
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Konzert:
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