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  Max Raabe & Palastorchester 
   
 (c) Frank Eidel
(c) Frank Eidel
Perfekt sitzt der Frack, es glänzt das Haar, ein kecker Blick und Max Raabe singt mit heiterer Wehmut musikalische Sahnestückchen der zwanziger und frühen dreißiger Jahre: Lieder, Schlager und Couplets, kubanische Rumbas, fröhliche Foxtrotts und elegante Tangos. Lieder von verblüffend ernsthafter, heiter-melancholischer Leichtigkeit. Die ironischen Texte treffen heute den Zeitgeist wie vor 80 Jahren.
Auch gut 20 Jahre nach Gründung des Palast Orchesters, nach unzähligen Auftritten im In- und Ausland, von Lübeck bis Los Angeles, von München bis Montreaux, verblüfft der Sänger seine Zeitgenossen mit fantastisch Unzeitgemäßem. Ganz anachronistisch und wie aus einer fremden Zeit besingt er „Dein ist mein ganzes Herz“, „Bel ami“, „Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche“ – musikhistorische Juwelen, geradezu archaisch wirkende Lieder der 20er und frühen 30er Jahre, einer lange versunkenen Epoche. Raabe ist ihr vorzüglichster Interpret. Einfach unzerstörbar ist der Glaube, der kaum je sonst so schön klingt, wenn er leise verspricht: „Irgendwo auf der Welt / gibt’s ein kleines bisschen Glück / und ich träum’ davon in jedem Augenblick...“
Er selbst hat es ja auch gesucht – und gefunden. Schon im Kinderchor seiner Gemeinde im westfälischen Lünen, wo er 1962 geboren wurde, machte er Bekanntschaft mit dem Wunder der Musik.
Um das Studium an der Hochschule der Künste zu finanzieren, bot sich eine naheliegende Option: Ein Palast Orchester zu gründen, Schlager aus den zwanziger und frühen dreißiger Jahren zur Aufführung zu bringen. Wer konnte denn schon ahnen, dass sie damit eine Karriere starten würden, die weder vor Shanghai, Moskau oder Tokio halt macht. Doch zunächst mussten die Noten beschafft werden. Mit Kommilitonen aus der Musikhochschule, die Spaß an alten Schlagern hatten, stöberte Raabe in Archiven, auf Flohmärkten und in Antiquariaten, besorgte sich die alten Platten und Filme, mit deren Hilfe es schließlich gelang, authentische, polyphon klangvolle Orchesterfassungen zu verfertigen. Ein Jahr lang wurde geprobt, beim Berliner Theaterball 1987 kam es schließlich zur Premiere, zum ersten Auftritt des zwölfköpfigen Orchesters und seines Sängers mit der betörend sanften Stimme.
Der Durchbruch gelang dem Ensemble und seinem Sänger 1992 mit der Eigenkomposition „Kein Schwein ruft mich an“, das den Nerv des Telekommunikationszeitalters perfekt traf. 1994 nahm er gemeinsam mit Hildegard Knef die Single „Jene irritierte Auster“ auf und drei Jahre später feierte man in der Berliner Waldbühne bereits zehn Jahre Palast Orchester „on stage“. Im Jahr 2000 erschien das Album „Charming Weill“, eine Hommage an den großen Komponisten Kurt Weill, das mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde. In Lettland verdrängten die „Super Hits“ des Palast Orchesters das „No. 1“-Album der Beatles von Platz 1 der Hitparaden und 2002 wurde dem Palast Orchester die Ehre zu teil, vor 40.000 Zuschauern die Wiener Festwochen zu eröffnen.
Auf den Konzertbühnen in New York, Shanghai, Tokio, Paris und Moskau, in Rom, Los Angeles, Amsterdam und Athen feiert das Publikum Max Raabe und sein Palast Orchester mit wahren Begeisterungsstürmen. Die New Yorker lassen sich im November 2005 in der ausverkauften Carnegie Hall zu standing ovations hinreißen.
Im Mai 2006 gehen Max Raabe & das Palast Orchester auf die bislang weiteste Reise ihrer Orchester-Geschichte: eine dreiwöchige Asien-Tournee durch Japan und China. Mehr als 20.000 Menschen besuchen die Konzerte u.a. in Tokyo und Nishinomiya in Japan sowie in Shanghai, Kunming, Chengdu, Guangzhou, Fuzhou in China.
Im Oktober 2007 findet in Los Angeles die Uraufführung der neuen Konzerttournee statt: „Heute Nacht oder nie“ heißt das Konzertprogramm, mit dem Max Raabe & Palast Orchester einige Tage später auch das international aufsehen erregende Festival „Berlin in Lights“ in der ausverkauften New Yorker Carnegie vor 2.800 Menschen eröffnen.
 
   
Konzert:
 
 
  
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