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  Stefan Malzew 
   
 
Stefan Malzew ist seit Beginn der Spielzeit 2001/02 Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie und seit 2002/03 auch Operndirektor des Landestheater Neustrelitz. Für die international aufsehenerregende Konzertkirche Neubrandenburg, die Heimstadt der Neubrandenburger Philharmonie, übernahm er mit Amtsantritt im Jahr 2001 das künstlerische Management im klassischen Bereich.
Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin (Dirigieren, Klavier, Klarinette, Komposition) war er Kapellmeister am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin (1987-2000) bevor er als Chefdirigent an das Stadttheater Gießen berufen wurde (2000-2002)
und anschließend in seine aktuellen GMD-Positionen in Neubrandenburg und Neustrelitz wechselte.
Elitäre Klassik im Elfenbeinturm? Genau das Gegenteil liegt dem vielschichtigen Dirigenten, Stefan Malzew am Herzen, der auch als Komponist, Pianist, Jazzliebhaber und Klarinettist in Erscheinung tritt. Immer wieder gilt seine Aufmerksamkeit Projekten, die geeignet sind, unterschiedliche Publikumsbereiche anzusprechen und neu zu gewinnen. So erarbeitete er Versionen von La Bohème und Tosca von Puccini, schrieb eine Kinderzauberflöten- Version für eine Kammerbesetzung, leitete Schülerkonzerte und bearbeitete Wagners Tannhäuser zu einer nur knapp unter zweieinhalb Stunden dauernden szenisch-konzertanten Form, die selbst Wagnerianer überzeugen konnte.
Das Publikum von morgen ist ihm ein Anliegen: Zu seinen Jugendprojekten zählen „Mozart250“ als Kindergeburtstagsfest von ganz Neubrandenburg, die Reihe „Sonntag 16 Uhr“ oder das von ihm initiierte und künstlerisch geleitete internationale Neubrandenburger Jugendorchestertreffen NBJot „Baltikum 2004“, welches im Jahr 2008 bereits zum fünften Mal stattfinden wird. Eine Besonderheit sind die von ihm konzipierten und auch als Moderator und Dirigent geleiteten „Neubrandenburger Konzertnächte“, die in entspannt kommunikativer Form klassische Musik unterschiedlichster Zeiten und Genres ins Zentrum des Dialogs zwischen Ausführenden und Publikum stellen. Zentraler Teil dieser Konzertreihe ist z. B. ein mehrjähriger Zyklus sämtlicher Beethovensinfonien, die am selben Abend von einem historischen und einem modernen Orchester gespielt werden und so die lebendige Gegenüberstellung der historisch authentischen bzw. traditionellen Aufführungspraxis ermöglichen.
Malzew arbeitete als Gastdirigent mit den verschiedensten Orchestern zusammen, darunter das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt, das Deutsche Symphonieorchester Berlin (Debüt im DeutschlandRadio), die Berliner Symphoniker, die Dresdner Philharmoniker oder die Hamburger Symphoniker sowie das Orchestra Sinfonica Siciliana (Palermo, Italien) und das Orchester der Staatsoper Bytom (Polen). Sein Musiktheater- und Konzertrepertoire umfasst eine Fülle an Werken aller Genres und Stilrichtungen, die seinem mehr als zwanzigjährigen sehr aktiven Berufsleben als Dirigent und Musiker entsprechen. Zusätzlich arbeitet er als Mentor mit den Stipendiaten des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats.
Stefan Malzew hat neben seiner Tätigkeit als Dirigent und Pianist eine Reihe von eigenen Kompositionen zur Aufführung gebracht, darunter neben Kammermusik zwei Opern. „Das Opernpupp“ 1996 in Schwerin und „Libuschas Tod“, ein Prolog zu Janaceks Opernerstling „Scharka“, ein Klarinettenkonzert (Preis der Paul Woitschach- Stiftung Berlin 1998), drei Konzerte für Jazzquartett und Orchester und ein Konzert für drei Flötisten und großes Orchester als Auftragskomposition des Musiksommers Mecklenburg-Vorpommern 2004. sein jüngstes Werk ist der Sinfoniesatz „Fragen an Mozart“ (Uraufführung April 2006 in Neubrandenburg).
 
   
Konzert:
 
 
  
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